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Damit Druckbehälter zuverlässig und langfristig arbeiten, müssen Membran, O-Ringe, Schmierung und Vorspannung exakt zusammenpassen. In diesem Beitrag zeigen wir Schritt für Schritt, wie der Membrantausch und die korrekte Vorspannung bei einem SAIP LAV 0,75Liter Pulsationsdämpfer durchgeführt werden – anhand eines realen Servicevorgangs in unserer Werkstatt.
Der Fokus liegt bewusst auf der Wartung selbst: sauberes Arbeiten, Materialkompetenz und sichere Montage.
Druckbehälter mit Membran gehören zu den Bauteilen, die im laufenden Betrieb hohen Beanspruchungen ausgesetzt sind.
Einige Gründe, warum eine sorgfältige Wartung entscheidend ist:
Ein gut gewarteter Behälter hat eine deutlich längere Lebensdauer und arbeitet effizienter.
Vor jeder Arbeit wird der Behälter vollständig drucklos gemacht.
Hier kommt die SAIP-Befüllarmatur DP200 zum Einsatz, mit der sich die Stickstoffseite kontrolliert entlasten lässt.


Das Gehäuse lässt sich am besten mit einem Bandschlüssel öffnen.
Edelstahlgewinde reagieren empfindlich – deshalb arbeiten wir mit möglichst viel Gefühl und ohne unnötige Kraft.

Für den LAV 0,75 werden folgende Komponenten benötigt:
Diese kommen breists als Set, wenn Sie eine neue Membrane kaufen.
Sie werden sortiert und bereitgelegt, damit der Zusammenbau ohne Unterbrechung erfolgen kann.
Membran, O-Ring, Gewinde und Auflageflächen müssen sorgfältig geschmiert werden.
Dabei ist entscheidend, dass der Schmierstoff zum verwendeten Elastomer passt.
Beispiel aus dem Service:
→ Für EPDM verwenden wir in dieser Anwendung Silikonöl.
Dieser Schritt beeinflusst nicht nur die Montage, sondern auch Lebensdauer und Dichtigkeit.


Im korrekten Montageablauf:
Dieser Aufbau stellt sicher, dass die Membran später frei und sauber arbeiten kann.
Nach dem Einsetzen der Membrane wird das Gehäuse wieder verschraubt.
Ein gefühlvoller Umgang verhindert Schäden an Gewinden und Dichtflächen und sorgt dafür, dass der Behälter gleichmäßig schließt.


Ist alles dicht, wird die Stickstoffvorspannung wieder aufgebaut.
Diese muss exakt zu den Betriebsbedingungen passen – ein entscheidender Faktor für die spätere Funktion im System.
In der Werkstatt setzen wir die Vorspannung kontrolliert und stufenweise, bis der Sollwert erreicht ist.
Mit einem Druckminderer kann man den Behälter direkt an einer Stickstoffflasche befüllen – wir nehmen uns manchmal andere Dämpfer als Spender, damit wir nicht in die andere Werkstatt laufen müssen.
Zum Abschluss erfolgt eine 24-Stunden-Überwachung, um sicherzustellen:
Erst wenn der Druck konstant bleibt, ist die Wartung abgeschlossen.

Im gezeigten Fall wurde die Membran von NBR auf EPDM umgebaut.
Solche Anpassungen erfolgen beispielsweise, wenn:
..oder wie hier: Ein Kunde benötig zügig einen Behälter mit EPDM-Membrane, am Lager ist aber nur einer mit NBR. Wir helfen da natürlich gerne schnell mit einem Wechsel aus.
Dieser Servicebericht zeigt, was uns wichtig ist:
Viele Betreiber wissen das besonders zu schätzen, weil es Klarheit schafft und zeigt, wie viel Know-how in einem vermeintlich einfachen Membrantausch steckt – und das es troz allem eine gut lösbare Aufgabe für jede Pumpenwerkstatt ist.
Sie möchten eine Membran tauschen, eine Vorspannung prüfen oder das Elastomer an Ihren Prozess anpassen lassen?
Wir unterstützen Sie gerne – kompetent und schnell.